Neue Wege

Liebe Leserinnen und Leser!

Noch liegt das angebrochene Jahr fast unberührt vor uns. Das hat seinen Reiz. Denn so wie es in der Gedichtzeile heißt „…von allen Pfaden, die wir gehn, noch beide Weg offen stehn…“ drückt sich auch zu Beginn des Jahres eine faszinierende Offenheit aus:

Noch ist offen, welche Entscheidungen wir treffen werden im Verlauf des Jahres.

Noch ist offen, was dieses neue Jahr an Begegnungen und Erlebnissen mit sich bringen wird.

Offen ist auch, was es an Last und Glück in seiner Fracht für uns bereithalten wird.

So mancher Jahreswechsel liegt schon hinter uns und wir kennen es, wie das Jahr so nach und nach ins Gleichmaß übergeht.

Ein seltsamer Wandel ist das, wenn der Glanz des Neuen sich in den stetigen Wechsel der Tage verändert, die sich aneinanderreihen werden, wie Perlen auf einer Schnur. Und irgendwann im Mai dann der Gedanke „Oh, nun sind es nur noch drei Wochen bis Sommeranfang – kaum zu glauben, dass die Tage dann schon wieder kürzer werden!“

Aber noch sind wir weit von diesen Tagen im Mai und Juni. Und das ist gut so. Eine andere Zeit als die Gegenwart steht uns nicht zur Verfügung. Und unsere Gegenwart sind diese zukunftsoffenen Tage jetzt Anfang Januar des Jahres 2022.

Auch über dem Jahr 2022 steht eine „Jahreslosung“, ein Bibelvers, der uns während eines ganzen Jahres begleiten wird. Diesmal ist es ein Jesuszitat:

“Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Joh. 6, 37“

Was für eine bemerkenswerte Sicht, dass es da eine lebendige Gegenwart in Person gibt, jemand, der väterlich-mütterlich für mich da ist und mit offenen Armen auf mich wartet!

Glauben heißt, diese Vorstellung für sich in Anspruch zu nehmen und sich darauf einzulassen. Dass das ein Wagnis ist, steht außer Frage…

Auch hier ist von Offenheit die Rede:

Mit offenen Armen ist er da und wartet. Auf mich.

Ich kann kommen, mit allem, was gerade auf mir lastet.

Ich kann kommen mit meinen Eigenarten, mit meiner Lebensgeschichte, mit meinen Lasten.

Ich kann kommen, inmitten meiner Herausforderungen, die mir alles abverlangen.

Ich kann kommen, weil einer mit offenen Armen da ist.

Ich darf mich zumuten und ich werde nicht abgewiesen werden.

Was immer auch kommen wird in diesem neuen Jahr: Christus ist präsent und offen dafür, dass ich mich an ihn wende. Er wird mich nicht zurückweisen.

Mich nicht und Sie, liebe Leserin, lieber Leser, auch nicht.

Wieder einmal fasziniert über diese Botschaft des christlichen Glaubens

grüße ich Sie an dieser Stelle ein letztes Mal, denn ich werde in Kürze eine neue Aufgabe als Diakonin in Öhringen und im Kirchenbezirk übernehmen.

Gott segne Sie!

Herzliche Grüße von

Diakonin Dorothea Schindhelm

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