Schwerter zu Pflugscharen

Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden – diese Zeilen singen wir immer wieder in dem bekannten Segenslied Komm, Herr, segne uns. Frieden ist zweifelsohne eines der wichtigsten Güter auf der Erde. Mittlerweile können immer weniger Menschen in unserem Land, das an eigenen Erfahrungen festmachen. Wir leben in Deutschland gerade in einer der längsten Friedenszeiten. Weltweit sieht das schon anders aus, da gibt es so viele Krisen- und Kriegsherde wie nie zuvor.

Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden – diese Zeilen drücken eine innere Spannung aus, noch nicht und doch schon. Mitten in dieser Spannung leben wir und in diese Spannung hinein erklingt unser Wochenspruch. Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Mt 5,9) Ganz klar und eindeutig klingen diese Worte Jesu aus der Bergpredigt. Selig sind die, die für den Frieden arbeiten, denn sie werden Töchter und Söhne Gottes heißen. In der Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache kommt es noch klaren raus: Frieden ist Arbeit und jeder und jede kann daran mitschaffen. Aber es ist eben auch Arbeit, die nicht von allein geht. Viele Fragen kommen mir da in den Sinn: Wie können wir den Frieden verteidigen? Hilft es tatsächlich immer Frieden mit Waffen zu schaffen? Wo bleibt da der Einzelne? Wie kann ich in mir friedlich und zufrieden werden?

Ich merke und höre immer wieder: „Unser Leben ist komplizierter geworden. Ein Einzelner kann heute gar nicht mehr überblicken, was in Politik, Wirtschaft und in Kirchen passiert.“ Möglich. Aber jeder und jede Einzelne kann im eigenen Umfeld versuchen Ehrlichkeit zu bewahren. Jeder und jede einzelne kann einen Schritt hinter sich treten und den anderen ehrlich wahrnehmen. Jeder und jede Einzelne kann in seiner Umgebung dazu beitragen, dass Menschlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit Geltung verschafft werden. Vielleicht wird dadurch die Welt, in der wir leben, einfach nur ein wenig besser.

 

Ihr Pfarrer David Mayer, Ev. Kirchengemeinde Pfedelbach

 

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