Bestattung

Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes Ganzen, dessen andere Seite Auferstehung heißt.

(Romano Guardini)

Zu den schwersten Erfahrungen des Lebens gehört es, von einem geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen. Es ist wichtig, in solch einer Situation Hilfe und Begleitung zu bekommen. Es gehört zu den Kernaufgaben von Pfarrerinnen und Pfarrern, Menschen auf dem Weg des Sterbens und deren Angehörige zu begleiten.

Wenn ein Leben zu Ende geht, besteht die Möglichkeit, eine Andacht am Sterbebett zu halten. Wenn jemand verstorben ist, kann eine Aussegnung stattfinden. Der/die Verstorbene wird mit Gebet, Worten aus der Bibel und dem Segen Gott anvertraut. Die Aussegnung kann nicht nur zu Hause, sondern auch im Krankenhaus, beim Bestatter oder an einem anderen Aufbahrungsort geschehen.

Der Tod eines nahestehenden Menschen erinnert auch immer an die Endlichkeit des eigenen Lebens. Die kirchliche Bestattung bezieht dies mit ein und deutet Tod und Leben aus der Perspektive des Glaubens.

Trauerfeier

Ein Pfarrer oder eine Pfarrerin erinnert an das zu Ende gegangene Leben. Deshalb gibt es vor jeder Bestattung ein Trauergespräch mit den Angehörigen.

In der Bestattungspredigt wird über ein Bibelwort nachgedacht. Neben der Predigt wird gebetet und meist auch gesungen. Oft geleitet die Trauergemeinde den Sarg oder die Urne zum Grab. Dort folgt die eigentliche Bestattung: Der Sarg oder die Urne wird in die Erde gelassen. Unter dreimaligem Erdwurf spricht der Pfarrer oder die Pfarrerin eine Bestattungsformel, zum Beispiel: Es wird gesät verweslich und auferstehen unverweslich, es wird gesät in Niedrigkeit und auferstehen in Herrlichkeit, es wird gesät in Schwachheit und auferstehen in Kraft. Es wird das Vaterunser gebetet und den Anwesenden der Segen Gottes zugesprochen. Dann nehmen Familienangehörige und Freunde persönlich Abschied am offenen Grab.

Hoffnung

Christen glauben, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Natürlich: Das irdische Leben ist mit dem Tod zu Ende. Aber muss das bedeuten, dass es nach dem Tod ganz und gar nichts mehr gibt? Die Freunde von Jesus haben nach seinem Tod erfahren, dass Jesus bei ihnen war. Auf diese Erfahrung von Auferstehung gründet sich die Hoffnung, dass es auch für uns Menschen nach dem irdischen Tod ein neues, ganz anderes Leben gibt. Niemand weiß, wie das sein wird. Am Ende der Bibel steht, es wird kein Leid, kein Geschrei und keinen Schmerz mehr geben und Gott wird alle Tränen von den Augen abwischen.

Erinnerung

Am Ewigkeitssonntag (Sonntag vor dem Ersten Advent) wird an alle im vergangenen Kirchenjahr Verstorbenen gedacht und ihre Namen werden im Gottesdienst verlesen. Am Morgen des Ostersonntags erinnern wir in der Auferstehungsfeier auf dem Friedhof ebenfalls an die Verstorbenen unserer Gemeinde.

Seelsorge

Bitte nehmen Sie gern mit allen Fragen, die Sie zur kirchlichen Bestattung haben, mit uns Pfarrern Kontakt auf.

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